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Heidekreis-Vielfalt inklusive
Wanderausstellung "anders? - cool!"

Gemeinsam mit Jugendlichen und vielen Gästen feierten die Veranstalter (Carsten Schlüter vom Jugendmigrationsdienst, Dorothea Schwegler, Sozialarbeiterin der BBS Walsrode, Michailo Vojinovic vom Stadtteilbüro Weiberg, Sabine Fischer vom Projekt Niko sowie Yilmaz Baris und Janina Ahlhorn von "Heidekreis - Vielfalt inklusive") die Eröffnung der Ausstellung "anders? - cool!"!
Die multimediale Ausstellung richtet sich an Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund, ist aber genauso interessant für erwachsene Besucher! Die Ausstelllung thematisiert die Lebenssituation zugewanderter Jugendlicher durch authentisches Bild- und Textmaterial und sensibilisiert so für die Schwierigkeiten, Probleme und Ängste der Jugendlichen.Gleichzeitig zeigt sie aber auch Unterstützungsmöglichkeiten bei der sprachlichen, schulischen, beruflichen und sozialen Integration auf.
Mehr über die Ausstellung erfahrt ihr unter dem folgenden Link:

www.anders-cool.de

Gewürzt war die Eröffnung durch die tänzerischen und gesanglichen Beiträge der Teilnehmer/-innen des Jugendworkshops "Protest der Fantasien - Das Leben ist bunt und vielfältig".
Für die richtige Rahmung sorgten die Redebeiträge der Schulleiterin Frau Rusack, Superintendent Fricke sowie als "Überraschungsgast" der Landessuperintendent Janzen.
Ein herzlicher Dank ist an dieser Stelle auch noch mal den Schüler/-innen der BBS Walsrode zu entrichten. Sie sorgten für eine gute Verköstigung und ständigen Getränkenachschub!

Die Ausstellung wird noch bis einschließlich des 27.08.10 in der Aula der BBS zu sehen sein!

Infobörse für Mädchen März 2010
Bildungsbüro_Stand

Am 08.03.10 fand in Walsrode in den Räumlichkeiten der Bundespolizei die Infobörse für Mädchen statt. Engagierte Frauen aus dem Landkreis Soltau-Fallingbostel haben es sich zum Ziel gemacht, Mädchen und jungen Frauen „frauenuntypische" Berufe näher zu bringen.
„Heidekreis – Vielfalt inklusive" wirkte an dieser Veranstaltung ebenfalls mit. Die knapp hundert anwesenden Mädchen konnten sich auf der Veranstaltung an verschiedenen Ständen über Berufe, Bildungs- und Hilfsangebote informieren. Zahlreiche Aussteller standen den Mädchen mit Rat und Tat zur Seite. Darunter natürlich auch das Bildungsbüro. Azadeh Weinrich und Janina Ahlhorn, zwei der Mitarbeiterinnen des Bildungsbüros, sprachen mit den Mädchen über deren Zukunftswünsche, was für Sie Erfolg bedeutet und welche Eigenschaften die Mädchen für ein „erfolgreiches" Leben für wichtig halten. Zum Veranschaulichen erzählten die beiden Mitarbeiterinnen die Geschichte von Susi, einem (fiktionalen) Mädchen im Alter von 16 Jahren, dass an der Schwelle ins Berufsleben steht. Gemeinsam gaben sie Susi eine Identität in Form von Fähigkeiten, Eigenschaften, Qualifikationen und Berufswünschen.

Antje Diller-Wolf moderierte die Veranstaltung und führte mit Charme und Witz durch den Vormittag. Unternehmensberaterin Anke Tielker und die Laienspielgruppe Lampenfieber trainierten die Mädchen für das richtige Bewerbungsgespräch. Zuvor stellten sich drei junge Frauen aus „frauenuntypischen" Berufen vor und machten so Mut, auch in bisher nicht eroberten Domänen Fuß zu fassen.

Programmflyer

Arbeitsauftrag_Susi

Fortbildung für Walsroder-Lehrer/-innen!

Am 06.05.10 fand auf dem Jugendhof Idingen für Lehrer/-innen aus Walsrode die Fortbildung „Elternarbeit mit und für Eltern mit Migrationshintergrund" statt. Es wird öfter von Lehrer/innen der Wunsch geäußert, mehr über die Herkunft ihrer Schüler/-innen zu erfahren, insbesondere über die kurdisch - yezidischen Schüler/-innen (Kultur, Sprache, Geschichte, Politik, Lebenssituation, Religion). Konzipiert wurde die Fortbildung von Dorothea Schwegler (Schulsozialarbeiterin der BBS Walsrode) mit Unterstützung von Yilmaz Baris.
Interkulturelle Kompetenz ist hierbei das Stichwort. In der Fortbildung geht es um das Erlernen der Fähigkeit, mit Menschen anderer Kulturkreise erfolgreich zu kommunizieren und um die Vermittlung der kulturellen Werte dieser Schüler/-innen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist eine funktionierende Elternarbeit.
Im Sinne von Inklusion ist es wichtig gemeinsam Strategien und Partizipationsmöglichkeiten für Eltern zu entwickeln. Die Fortbildung vermittelt nicht nur Informationen, sondern möchte auch erste Schritte für eine gelingende Zusammenarbeit mit Eltern mit Migrationshintergrund entwickeln!

 



 

 

Der "Dürritreff"

Im Wohngebiet am Dürerring in Walsrode gibt es seit Mitte Februar den „Dürritreff". Die Projektgruppe Dürerring, bestehend aus dem Jugendzentrum Walsrode, dem Verein Frauen helfen Frauen, dem Jugendmigrationsdienst des Kirchenkreises, der Sozialraumarbeit des Stephanstifts und dem Bildungsbüro Heidekreis (Heidekreis – Vielfalt inklusive), hat hier eine Wohnung angemietet, um direkt vor Ort, und somit möglichst niedrigschwellig, Präsenz zu zeigen.
Fachkräfte aus Schule und Sozialarbeit konnten im Wohnviertel ein erhöhtes Gewaltpotential unter den Kindern und Jugendlichen feststellen. Zudem ist ein Wegzug von „stabilen" Familien und ein Zuzug von sozial schwächeren Familien zu verzeichnen.
Für die Kinder und Jugendlichen sollen Hausaufgabenhilfe, Betreuung und andere Aktivitäten, wie z.B. Kinder forschen, angeboten werden. Mit diesen und anderen Angeboten will die Projektgruppe durch ihre Präsenz Kontakte aufbauen und bei Problemen helfen. Besonders benachteiligt sind Familien mit Migrationshintergrund. Diese wissen oft nicht von Beratungsangeboten für sie selbst und ihre Kinder. Ab März steht die Tür am Dürerring 13 in Walsrode den Menschen von Montags bis Freitags offen.

Interkulturelle Woche

„Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“ ist das Motto der Interkulturellen Woche 2010. Die Europäische Union hat das Jahr 2010 zum Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen. Dies ist gerade für die Migrations-, Flüchtlings- und Integrationspolitik von Relevanz.
Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie wird von den Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Ausländerbeiräten und Integrationsbeauftragten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. An der Interkulturellen Woche beteiligen sich zahlreiche Gemeinden, Vereine, Vertreter von Kommunen und Einzelpersonen in mehr als 300 Städten mit insgesamt etwa 3.000 Veranstaltungen. Das Projekt "Heidekreis - Vielfalt inklusive" ist wie viele andere Institutionen und Einzelpersonen, Lehrer/-innen, Erzieher/-innen und Beratungseinrichtungen, Mitglied im Arbeitskreis Interkulturelle Begegnung. Der Arbeitskreis organisiert zahlreiche Aktionen innerhalb dieser Wochen. Dazu gehören Vorträge, Feste und ein zum Thema passendes Kinoprogramm. Hier können Sie den aktuellen Flyer downloaden!

Die Interkulturelle Wochen finden im Zeitraum von Ende August bis Oktober in Walsrode statt.

Stärkung frühkindlicher Erziehung

In niederschwelligen Integrationskursen, angeboten von Charlotte Schließauf in Walsrode, sind viele der jungen Frauen mit der Geburt der Kinder oft für lange Zeit ausgeschieden (mangels Kinderbetreuung) oder fanden später nicht mehr den Einstieg in den Kurs. Dabei ist gerade diese Phase der frühkindlichen Erziehung vor dem Hintergrund des interkulturellen Bezugs und der oft fehlenden Bildungschancen von großer Bedeutung.

Müttern sollen Grundkenntnisse der frühkindlichen Entwicklung und Erziehung vermittelt werden und über die Angebote frühkindlicher Förderung aufgeklärt werden. Dabei können auch externe Berater (KG und Schule, Beratungsstellen) wichtig sein.

Um die Gruppe einzugrenzen, sind Mütter mit Kindern im Vorschulalter die Zielgruppe. 10 x jeden Donnerstag von 10.30 – 12 Uhr sollen 8 -10 Mütter mit Kleinkindern geschult werden. Das kann theoretischer Natur durch die Vermittlung von Grundkenntnissen sein oder in der Praxis mit den Kindern.

Die Kursteilnehmerinnen sollten die Entwicklungsphasen von Kindern, Grundzüge der Erziehung und mögliche Problemlösungen kennen lernen. Im Umgang mit den Kindern sollten sie motiviert werden zu einem gezielten fördernden Verhalten: Bücher ansehen, Puzzle oder andere Spiele machen, Basteln und malen um die Feinmotorik zu schulen, deutsches Kinderfernsehen kennenlernen, Bewegung mit Kindern …! Diese Übungen können auch schon mit wenig Anspruch trainiert werden.

Wichtig ist dabei die Wahrnehmung der individuellen Fähigkeiten und der Persönlichkeit des Kindes, deren Förderung zur Selbstständigkeit und der richtige Umgang mit Konsequenz und Zuwendung.

Beginn nach den Sommerferien 2010

Ort: Kleiner Graben 24 in Walsrode

Leitung: Charlotte Schließauf

Theaterworkshop

Im Zeitraum von 14. Juni bis 18 Juni 2010 führten die Klassen 7-9 der Hans-Brüggemann Schule einen professionell angeleiteten fünftägigen Theaterworkshop durch. Durch das Theaterprojekt sollen insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und aus sozialbenachteiligten Familien das Medium Theater als Ausdrucksmittel kennen lernen und im eigenen darstellenden Spiel erste Erfahrungen machen. Die Teilhabe an Kunst und Kultur über ihre eigene Kultur hinaus findet insbesondere in den bildungsfernen Häusern unserer oft auch sozial benachteiligten Schüler/-innen nur sehr eingeschränkt statt und findet wenig Wertschätzung. Der Schule obliegt somit eine besondere Aufgabe der Förderung der kulturellen Bildung.
Heidekreis – Vielfalt inklusive begleitete die Schüler/-innen der 7. bis 9. Klassen vom 14. Juni bis 18. Juni.
Klicken Sie hier für Fotos und weitere Informationen!

 

Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher

Fortbildung für Fachkräfte aus den Kindertagesstätten zum Thema „Wie kann ich die Eltern mit Migrationshintergrund besser verstehen und erreichen?“
Termin: 02.September 2010
Zeit: 09:00 bis 16:30 Uhr
Ort: VHS Gebäudezentrum Vorbrück Seminarraum 1
Quintusstr. 33-35, 29664 Walsrode

Fußballturnier und Sozialtraining

Unter dem Motto „Unity - Sport verbindet“ spielten am 25. April 2010 die verschiedensten Mannschaften in der Sporthalle am Schulzentrum in Walsrode gegeneinander. Abseits des Turniers informierte das Bildungsbüro über ihre Arbeit. Bei allem sportlichen Treiben war den Organisatoren, darunter Heidekreis – Vielfalt inklusive, vor allem das zusammenbringen verschiedener Kulturen wichtig. Parallel zum Turnier stellte unser Projekt einen Trainer, der für die einzelnen Mannschaften ein Sozialtraining mit unterschiedlichsten Übungen zum Thema „Cool bleiben“ vorbereitet hatte, ein.

Schulpräsenz

Yilmaz Baris zeigt im Schulzentrum Walsrode Präsenz! Jeden Mittwoch kann Herr Baris vom Kollegium in angesprcohen werden. Er gibt Informationen über die Lebenssituation yezidischer Kurden und sensibilisiert so für Unterschiede und Gemeinsamkeiten in kulturellen Orientierungssystemen!

Vorerst wird Yimaz Baris bis zu den großen Ferien einmal wöchentlich in der Haupt- und Realschule präsent sein.

Arbeitsvermittler/-innen des Landkreises nehmen an Schulung zur interkulturellen Kompetenz teil!
Konzentriert!

Interkulturelle Kompetenz heißt (unter Anderem) Perspektivenwechsel! Dieser Aufgabe stellten sich sechzehn Arbeitsvermittler/-innen des Landkreises Soltau-Fallingbostel. Durch Beispiele, Information und Übungen zum eigenen „Erfahren“, reflektierten die Teilnehmer/-innen ihre eigenen gedachten „Schubladen“ und hinterfragten ihre eigenen kulturellen Einstellungen. Durch gezielte Fachvorträge zur Lebenssituation Zugewanderter, konnte ein Einblick in andere (kulturelle) Orientierungsmussysteme gelingen. Den Referentinnen und Referenten Christian Wüstenberg (DRK, Migrationsberatung), Carsten Schlüter (Jugendmigrationsdienst), Yilmaz Baris und Janina Ahlhorn (beide Bildungsbüro) legten Wert darauf zu betonen, dass Integration und gleichberechtigte Teilhabe kein einseitiger Prozess auf Seiten der Zugewanderten ist. Integration braucht Zeit und gelingt in kleinen Schritten!

Heidekreis – Vielfalt inklusive zieht landesweite Aufmerksamkeit auf sich!

Das Projekt Heidekreis – Vielfalt inklusive präsentierte sich am 15.06.10 auf der ESF-Messe in Celle. Zusammen mit fünf weiteren Projekten, die im Rahmen des Programms „Inklusion durch Enkulturation“ gefördert werden, präsentierten die beiden Mitarbeiter/-innen Yilmaz Baris und Janina Ahlhorn ihre Arbeit am Gemeinschaftsstand. Viele der etwa 400 Besucher/-innen der Messe nutzten die Gelegenheit sich ausführlich über das Projekt zu informieren. Auch der niedersächsische Wirtschaftsminister nutzte die Gelegenheit, sich über inklusive Strukturen, Praktiken und Kulturen zu informieren.
In Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium, der NBank und den anderen Projektträgern, gestalte Heidekreis – Vielfalt inklusive eines von drei Fachforen auf der Messe. Das Projekt nutzte die Podiumsdiskussion, um detailliert über seine Arbeit und bisherigen Erfolge zu berichten.

 

Deutsch für den Alltag!

Zusammen mit einem der beiden Sozialraumbüros in Munster (Hilfen aus einer Hand), hat "Heidekreis - Vielfalt inklusive" einen niedrigschwelligen Kurs für Frauen mit Migrationshintergrund ins Leben gerufen.

Sprache ist eine entscheidende Schlüsselkompetenz, um in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen. Als Landes- und somit als Begegnungssprache ist sie Voraussetzung für eine gleichberechtigte, gesellschaftliche Teilhabe. Viele Mütter mit Migrationshintergrund haben auch Fragen bei der Erziehung und der Unterstützung der Bildung ihrer Kinder. Unterschiedliche Vorstellungen von Leistungsbewertung oder die Zusammenarbeit von Eltern und Schule führen leicht zu Missverständnissen.
Mit dieser Problemstellung befassten sich Ramona Weise, Marina Eckert (beide Hilfen aus einer Hand), Janina Ahlhorn (Heidekreis – Vielfalt inklusive) und Maria Adamzcak (selbstständige Dozentin) und initiierten ein Angebot, dass sich den Alltagsproblemen der Frauen annimmt. Die Teilnehmerinnen erhalten hier nicht nur die Möglichkeit ihre Sprachkompetenzen auszubauen und in einem geschützten Raum auszuprobieren, sie können sich auch untereinander austauschen und gemeinsam ihre eigene Lebenssituation reflektieren. Die Kursinhalte reichen von Rollenspielen und Präsentationen über Besuche von Beratungsinstitutionen, bis hin zu einem Besuch in der Bibliothek.  Ziel ist es die Frauen in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer sprachlichen Kompetenz zu fördern, um so die Vorraussetzung für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen. Der erste Durchgang lief erfolgreich bis zu den großen Sommerferien. Ein weiterer Kurs befindet sich für Herbst diesen Jahres in Planung.

Begleitung von Schulen auf dem Weg zu inklusiven Kulturen, Strukturen und inklusiver Praxis!

Das Projekt steht in Munster sowohl der Hauptschule als auch der Grundschule Örtzetal und der Pestalozzi-Schule Munster auf dem Weg zu inklusiven Kulturen zur Seite.
Zusammen mit der Steuergruppe der Hauptschule wird über gleichberechtigte Teilhabe von Schüler/-innen, insbesondere auch von Schüler/-innen mit Migrationshintergrund nachgedacht und wie diese verwirklicht werden kann.
Die Projektmitarbeiterin Janina Ahlhorn unterstützt die Steuergruppe moderierend als auch durch inhaltlichen Input.

Auch bei der Fusion der Grundschule Örtzetal und der Pestalozzi-Schule Munster wird die Projektmitarbeiterin den Prozeß auf dem Weg zu inklusiven Kulturen, Strukturen und Praktiken begleiten.
Wenn Sie als Institution Interesse am Thema Inklusion haben, sind Sie herzlich eingeladen, sich bei der Projektmitarbeiterin Janina Ahlhorn zu melden!